Alle in eine Schublade? Altersstereotype erkennen und überwinden

Stand: April 2017Artikelnummer: 3066

Broschüre

Titelbild der Publikation - Alle in eine Schublade? Altersstereotype erkennen und überwinden© Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Das Thema „Ältere Beschäftigte im Unternehmen“ sowie der Erhalt und die Förderung der Arbeitsfähigkeit gewinnen immer mehr an Bedeutung. Mit Blick auf die demografische Entwicklung und die künftige Finanzierbarkeit der sozialen Sicherungssysteme hat die Politik bereits die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre beschlossen. Derzeit wird darüber hinaus eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die weiter steigende Lebenserwartung diskutiert, was langfristig zur Rente mit 71, 72 oder auch 75 führen würde. Aber auch der wachsende Fachkräftemangel in einigen Branchen und Regionen sorgt dafür, dass viele Unternehmen bereits heute versuchen, ihre qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst lange gesund und leistungsfähig im Unternehmen zu halten.

Doch sind die mit der demografischen Entwicklung verbundenen Problemstellungen für den Arbeitsmarkt und die Unternehmen keineswegs bewältigt. Insbesondere die Betriebe sollten sich weiterhin aktiv und vielleicht auch noch intensiver mit dem Thema ältere Beschäftigte auseinandersetzen. Sie sollten dabei vor allem der Frage nachgehen, welche Vorstellungen vom Alter, vom Altern und von Älteren im eigenen Unternehmen existieren. Denn diese Vorstellungen – das hat ein Projekt der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gezeigt, dessen Ergebnisse hier vorgestellt werden – entscheiden oft über den Erfolg oder Misserfolg einer alter(n)sgerechten Personalpolitik. Erst die fundierte Auseinandersetzung mit dem Alter, dem Altern und mit den Kompetenzen Älterer ermöglicht ein erfolgversprechendes Alternsmanagement im Betrieb, das auf den Erhalt und die Förderung der Arbeitsfähigkeit von älteren Beschäftigten abzielt.

Hierbei möchte die vorliegende Broschüre unterstützen, die im Rahmen des Projekts „Qualitätssicherung in der Demografie-Beratung“ entstanden ist. Sie stellt einerseits wissenschaftliche Erkenntnisse zum Themenfeld psychische und physische Leistungs- und Kompetenzentwicklung älterer Beschäftigter vor. Andererseits zeigt sie, welche Altersbilder sowohl bei Beschäftigten als auch bei Führungskräften in Unternehmen vorhanden sein können und welche Möglichkeiten es gibt, diese – falls nötig – positiv zu beeinflussen.

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Erschienen 2018

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